Lieblings-China-Links – eine Auswahl.

Obwohl ich nicht mehr in China lebe, verfolge ich immer noch, was dort gerade so vor sich geht. Ein paar interessante Links habe ich hier mal zusammengetragen:

Chinas ungeschriebene Regeln in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind tatsächlich vielen Ausländern (auch solchen, die selber in China leben) ein absolutes Rätsel. Wenn man das alles ein bisschen besser versteht, ergeben auch Streitereien oder Maßnahmen der Führungsriege (manchmal) etwas mehr Sinn. Reuters hat einen anderen Ansatz gewählt und stellt mit Connected China den Versuch vor, die chinesischen Führunsgeliten in ihren Beziehungen zu- und untereinander graphisch aufzuarbeiten. Auch, wenn die Namen einem nicht viel sagen werden, ist es interessant, sich einfach mal durchzuklicken.

Eine Fundgrube an Chinabeiträgen bietet übrigens die Tea Leaf Nation, kürzlich fiel mir My Experience of Being Black in China auf. Der Text berührt die Problematik nur recht oberflächlich. Der Autor sieht die Entwicklung in letzter Zeit ja eher positiv, dabei sollte man aber nicht vergessen, dass der ganze Komplex auch heute definitiv noch ein Problem in China ist.

Neben der Tea Leaf Nation gibt es natürlich auch noch China Smack (danke an Jojo für den Tipp!), das die großen Internetdiskussionen Chinas auf Englisch vorstellt. Dazu gibt es allerdings praktischerweise auch immer chinesische Originaltexte (beim Drübergehen mit der Maus), sodass man nebenher mal wieder etwas Chinesisch üben kann. In letzter Zeit ist zum Beispiel ein Verwaltigungsprozess das große Thema, bei dem sich zuletzt ein Juraprofessor zu der Aussage hinreißen ließ, es sei ja nicht so schlimm, wenn “bar girls” vergewaltigt werden. So ganz objektiv natürlich, verglichen mit guten Mädchen. Einmal Shitstorm, bitte. Ein anderer Text beschäftigt sich mit einem Projekt zu chinesischen Dialekten, das von zwei Amerikanern betrieben wird und einen kleinen Einblick in die Vielfalt chinesischer Dialekte gewährt.

Ich hab ja nie selber als Expat in Beijing gelebt und das dortige Ausländerleben nur am Rande mitbekommen, aber manche Dinge in Beijing State of Mind kann ich doch lachend bestätigen. Andere erschließen sich vielleicht nur denen, die dort gelebt haben, aber einen kreativen Eindruck bietet das Lied doch. Besonders überrascht war ich, dass die Hukou-Problematik aufgegriffen wurde. Da merkt man, dass die Schreiber sich auch durchaus mit den Leuten dort und ihren Problemen beschäftigen, was mich immer wieder freut.

Und zum Schluss noch ein Funlink, der nichts mit China zu tun hat, den ich aber gerne loswerden wollte: In Japan hat die konservative Regierungspartei eine Propagandaversion von Doodlejump namens “Abe Pyon” veröffentlicht, bei dem man die ganze Zeit das Gesicht des Premiers Abe anstatt des kleinen, grünen Rüsseltiers sieht. Nun ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann wir Merkel auf unseren Smartphones von Plattformen in die Luft katapultieren lassen können…

One thought on “Lieblings-China-Links – eine Auswahl.

  1. Pingback: Results for week beginning 2013-07-15 | Iron Blogger Berlin

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *