Category Archives: Studentenleben

May Wrap-Up: The Best and the Worst

Saying_my_good-byes.Geografisch:

Berlin (<3).
re:publica ’14
Paris, für’s Erste zum allerletzten Mal.
Le Havre (einen Lebensabschnitt abwickeln).
Caucriauville (so oft, bis ich den Namen richtig schreiben konnte!).
Ein letztes Mal am Boothaus.

Literarisch:
Die restlichen Seiten von “100 Jahre Einsamkeit”
“Making Money” – Terry Pratchett
Diverses zu indo-iranischen Beziehungen (und nur halb so viel, wenn die entsprechenden Autoren nicht dauernd voneinander abgeschrieben hätten).
Diverses zur Geschichte Europas und Asiens im 20. Jahrhundert (und es pflichtgemäß nach der Klausur wieder vergessen).

Filmisch:
Borgen & Bron (Prokrastination Galore und Wiedererweckung meiner Leidenschaft für die schwedische Sprache)

Dieser_Flammenkuchen_ist_reserviert.Kulinarisch:
Reste.
Noch ein paar Burger.
Einen wunderbaren New York Chai Cheesecake (Rezept).
Awesome #rp14-Backstage-Essen, süß und salzig.
Seit Langem mal wieder Flammenkuchen.
Viele Abschiedsessen.

Musikalisch:
ASP (all time favorite).
Maximum the Hormone (laut last.fm – ich erinnere mich nicht!).
Billy Talent, All Time Low & We the Kings (Teenienostalgie).
Irie Révoltés (Antifaschist & On en a marre <3).
Woodkid (Wiederentdeckung der ultimativen Schreibmusik).

Journalistisch:
Dieser zweite Podcast, von dem ich sprach – “Einmal China und zurück” bei WMR mit sehr gutem Bier.
Enredigat und Übersetzungsdinge für die poltikorange “14|14” zum HistoryCampus in Berlin.
Ein Text über junge Chinesen im Ausland, der leider noch nicht online ist.

Gelernt:The_search_for_the_best_Trappiste_continues.
Wie stark es bindet, ein bzw. zwei Jahre in Dojos und Ruderbooten zu schwitzen.
Zeitlicher Abstand hilft, auf beim Schwimmen.
Reden hilft, aber vorher Nachdenken auch.
Wo es in Berlin haufenweise belgisches Bier gibt.
Chlorhaltige Reinigungsmittel sind ziemlich geil (besonders, wenn man seine Wohnung gern mit Haarfarbe vollsaut), aber wenn es auch nach zwei Tagen noch nach Schwimmbad riecht, hat man es eventuell übertrieben.
E-Tickets kann man in Frankreich mit drei (!) Klicks annullieren und bekommt dann den vollen Betrag zurückerstattet – take note, Deutsche Bahn!
A bar can be defined as intoxication as a service“. <3

Man sollte mindestens einen halben Tag einplanen, wenn man Multicity-Flüge selber buchen möchte. Und mehr als zwei Monate Vorlauf.
Der Strand ist der letzte Ort meiner Stadt, an dem man jeden Tag noch Sonne sieht.
Foursquare sagt, ich war nie in Japan.
Dinge über chinesisches Sci-Fi und was chinesische Reisegruppen machen, wenn sie 10 Tage haben, um Deutschland kennenzulernen.
Dinge, die ich für mein eigenes seelisches Wohlergehen nicht mehr tun sollte, z.B. ein Sportturnier in Frankreich organisieren.
Es gibt Menschen, die es für unheimlich fortschrittlich und sowieso alternativlos halten, dass man in Frankreich noch so viele Schecks benutzt.

_Repost_from_Jeff__Still_can_t_believe_it_-_after_a_four_year_break_in_swimming__a_victory_at_Minicrit_with_our_LH_team_3

Neue Pläne:
Zurück nach Berlin (irgendwann) ((und noch irgendwanner auch mal länger)).
Einem Menschen Karten schreiben, den ich vor einem Monat (fast) noch gar nicht kannte.
Pfingstakadinge.
Frankfurt -> Kuala Lumpur -> Taipeh -> Seoul -> Beijing -> irgendein Ort, an dem ich mein Konto wieder auffüllen kann.
Einfach mal nichts tun.

Breakfast_Smoothie

Lasst mich alle in Ruhe…

…ich muss arbeiten.

Am besten in einem Starbucks, mitten im Gewühl. Auf einem der hohen Hocker, an einem Tisch direkt am Fenster, mit einer Steckdose in Reichweite meines Laptop-Ladekabels. Hinter mir hört die meterlange Schlange von Leuten auf, die auf einen sündhaft teuren Kaffee in Weihnachtsoptik warten, alle 15, 20 Minuten wechseln die Paare, die mit Muffins und Frappuchino oder seinesgleichen die Plätze neben mir einnehmen. Durch das Fenster sehe ich die Menschen, die, weihnachts- oder glühweintrunken, vor dem Dom umherlaufen, mit blinkenden Rentiergeweihen und rot-weißen Mützen auf den Köpfen.

Es ist verdammt kalt hier, ohne Mütze und Handschuhe geht nichts – ich bin noch das angenehme Küstenklima Frankreichs gewöhnt und habe nur Stoffschuhe mitgebracht, jedes Mal, wenn ich irgendwelche Gebäude verlasse, fange ich an, von oben bis unten zu frieren. Blöderweise muss man ja aus dem Haus, um auf den Weihnachtsmarkt zu gehen und sich dort gegenseitig mit Poffertjes-Puderzucker vollpusten zu können.

Eigentlich sollte ich ja auch keine Zeit auf Weihnachtsmärkten verschwenden, darum sitze ich jetzt hier, in der Filiale einer standardisierten, amerikanischen Kaffee-Kette. Alles ist voller Menschen, alle reden, aber bei mir kommt nichts an. Den Kopf auf die Hände gestützt starre ich auf den Bildschirm, blättere ein-, zweimal pro Minute weiter und versuche, südostasiatische Geschichte und amerikanische Gesetzgebung in meinen Kopf zu zwingen.

Draußen ist Weihnachten, aber ich habe Kopfhörer auf und konzentriere mich teils auf den Text vor mir, teils auf den Beat. Irgendetwas, in dem man gut versinken kann.

Lasst mich alle in Ruhe, ich muss arbeiten. Noch drei Tage, dann ist alles vorbei.

Die Vorweihnachtszeit allerdings auch.