Tag Archives: Musik

Augen, Ohren und Kopf auf: Was ich sah und hörte (Links)

Videofundus:

“Hur känns det?” (“Wie fühlt sich das an?”)

Leute reden (auf Schwedisch) darüber, wie es sich anfühlt, wenn man auf der Straße ganz offen mit Anfeindungen (vor allem rassistischer Natur) konfrontiert wird – und das tagtäglich. Gibt es leider nicht mit Untertiteln, die könnte das aber vermutlich auch nicht rüberbringen.

MIDI – Rockfestival auf Chinesisch

Auch nicht auf Deutsch, sondern auf Chinesisch und Englisch, was aber eigentlich auch nicht wichtig ist. Wichtig ist, dass man sich einen klitzekleinen Eindruck vom größten Rockfestival Chinas verschaffen kann, dass ursprünglich jährlich in Beijing stattfand und jetzt auch Ableger in verschiedenen anderen Städten hat. Ich war letztes Jahr bei der Shanghaier Version und kann bestätigen, dass es sich sehr lohnt und die Atmosphäre absolut klasse ist. In dem Video meint auch einer der Musiker: “Es ist wie eine Art Klassentreffen für die Bands.”

“Von Anfang an Elite” (WDR-Doku)

Der WDR hat sich (schon vor einer Weile) mal mit dem Bildunsgweg der Elite beschäftigt – oder zumindest ein paar Einrichtungen und Familien, die sich gerne als Teil dessen sehen würden. Konkret schauen sie sich englischsprachige Kindergärten, Schloss Salem und die European Business School (EBS) an. Natürlich ist das jetzt nur eine Fernsehsendung und es ist gut möglich, dass seitens der Redakteure schon Vorurteile bestanden. Trotzdem sind die Aussagen der Schüler und Studenten ja echt (soweit ich das beurteilen kann) und das ist manchmal echt krass. Beim teuren Schloss Salem meint zum Beispiel ein Schüler, “Hartz IV-Empfänger kommen hier natürlich nicht hier hin, die sind ja auch vom Bildungsniveau her sehr weit hiervon entfernt.” Na denn. Dazu muss man wissen, das Noten für die Aufnahme wenig entscheidend sind, viel wichtiger ist, dass man zahlen kann… (und der Teil über die EBS macht richtig Lust, die mal zu trollen!)

Jacob Appelbaum et al. beim Netzpolitischen Abend in der cbase

Zugegeben, mittlerweile haben es vermutlich die meisten gesehen und die ganze NSA-Sache hängt den meisten sowieso zum Halse heraus, hier gibt es aber noch einmal einen sehr lohnenswerten Talk des amerikanischen Hackers und Aktivisten Jacob Appelbaum, der selber schon einige gruselige Erfahrungen mit der Überwachung in seinem Heimatland gemacht hat.

Auf die Ohren:

DJ Tasmo: For Fusion with Love

Ich war ja vorletztes Wochenende auf der Fusion und fand es ganz wunderbar. Da konnte ich auch Tasmo mal auflegen hören und fand es richtig klasse – leider konnte ich nicht die ganze Zeit an der Dubstation bleiben, aber glücklicherweise hat er das Set aufgenommen und auf Soundcloud hochgeladen. Wenn ich gerade langweilige Dinge zu erledigen habe und dazu gerne etwas gute Musik hätte, schmeiße ich den Mix gerne mal als Schleife an.

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Core in China

Wer noch ein bisschen über chinesische Musikkultur lernen möchte und auch vor den härteren Varianten derselben nicht zurückschreckt, der kann sich mal durch diese Compilation hören, die es umsonst bei Bandcamp gibt. Es sind ein paar nette Sachen dabei, mein Geschmack wir aber eher nicht so getroffen. Vielleicht haben ja andere Hörer mehr Glück. Wer es etwas weniger heftig mag, kann über Youtube und die offizielle Douban-Seite mal etwas bei 木玛&Third Party reinhören – beim Midi in Shanghai habe ich sie live gesehen und war echt beeindruckt, aus der Konserve sind sie allerdings nicht ganz so gut.

(Abgesehen davon habe ich auch einige tolle Vorträge und Gespräche auf der Sigint 2013 letztes Wochenende in Köln gehört, aber meines Wissens gibt es weder das eine noch das andere online – also bleibt nur, selber hinzugehen.)

Wofür die Fusion gut ist. Oder: Was ich im Juniplatzregen lernte

“Willst du ‘nen Schluck?”
“Was ist das jetzt?”
“Das ist ausnahmsweise nur Wasser.”

Wofür die Fusion gut ist
– erste Male von allem Möglichen (und Unmöglichem)
– nackt baden und dann warme Apfelkrapfen essen
– Tage ohne Schlaf
– aus sechs Stunden bezahlter Arbeit psychedelischer rausgehen als man reingekommen ist
– Kuscheln im Zelt
– Zivilisationsexperimente
– Dosenravioli, Röstzwiebelfleisch, Dosentomatensuppe, 5 Stunden-Terrine
– ein Wochenende keine Sorgen machen müssen, ob im Essen Fleisch drin ist
– öffentliches Duschen
– Stunden auf dem Trancefloor
– funktionierende Gaskocher
– Doc Martens einlaufen/-tanzen
– immer einen Beat im Ohr
– zum ersten Mal im Leben Hip Hop gut finden
– Farbe im Gesicht (überhaupt Farbe überall am Körper)
– Pflaumenwein
– neue Bekanntschaften
– am Feuer sitzen
– ganz viel mit geschlossenen Augen tanzen
– Brennesselstiche
– einen ganzen Blogeintrag schreiben, ohne das D-Wort zu benutzen
– singende, feuerspuckende Roboter
– nass werden
– immer jemanden sehen, der noch breiter ist
– musikalische Offenbarungen

Wofür sie schlecht ist
– Schlaf
– nüchtern bleiben
– nicht-funktionierende Gaskocher
– saubere, nagelneue Klamotten
– angenehmen Körpergeruch
– ohne Nasezuhalten auf die Toilette warten
– seine Ruhe haben
– trocken bleiben
– Langeweile
– warm duschen